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Reptilienkartierung am Bahndamm in Oberbillwerder Klaus Hamann

Veröffentlichende Stelle

Behörde für Umwelt und Energie

Veröffentlichungsdatum

06.08.2018

Beschreibung

Auf einer Fläche von ca. 12 ha zwischen dem nördlichen Bahndamm in Oberbillwerder und dem parallel dazu verlaufenden Weg bzw. Graben wurden im Sommer 2017 Reptilien kar-tiert. Es wurden 18 Waldeidechsen (Zootoca vivipara), 8 Ringelnattern (Natrix natrix) nach-gewiesen. Ebenfalls wurden 5 adulte Teichfrösche (Pelophylax esculentus) aufgenommen. Wenn man die absoluten Zahlen im Verhältnis zur Länge der Untersuchungsfläche Oberbill-werder ansieht, kann man davon ausgehen, dass bei weiterer Vegetationsveränderung die Waldeidechse dort völlig verschwinden wird. Der ausschlaggebende Faktor ist hier die Mög-lichkeit in genügendem Ausmaß Sonnenflächen am Damm zu finden, um hier überhaupt eine Population bilden zu können. Die irgendwie für Eidechsen nutzbaren Kleinareale waren be-siedelt, mehr Flächen standen für die Eidechsen nicht zur Verfügung. Um die strukturellen Voraussetzungen zur Vergrößerung der Waldeidechsenpopulation zu schaffen, ist es sinnvoll ein Mahd- Management auf der gesamten Fläche umzusetzen, um so Sonnen- und Sukzessi-onsflächen zu schaffen. Weitere Maßnahmen stellen Schaffung von bodenverwundeten Be-reichen mit kleinen Freiflächen, partielle Aufschüttung von Sand /Kies sowie Gehölzpflege-maßnahmen dar. Aufgrund der mangelhaften Nahrungsgrundlage für die Ringelnatter ist das Untersuchungsgebiet wohl eher ein Ausbreitungslebensraum als ein fester Lebensraum. Der fehlende Nachweis von Amphibienlarven und -laich sowie der geringe Fischbesatz im Nördlichen Bahngraben legt eine Überprüfung des Gewässerchemismus nahe. Als Areale für Nahbereichsmaßnahmen zur Stützung von Waldeidechse/Ringelnatter werden Bereiche in den Vier- und Marschlanden bzw. auf den Heideflächen der Boberger Düne angegeben.

Schlagwörter

2017, Kartierung, Oberbillwerder, Reptilien