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gegenstand

Gutachten und Studien

Kategorie

Infrastruktur, Bauen & Wohnen
Umwelt & Klima

e-Aktenzeichen

UN894.00-10/23

Zeitbezug

29.12.2017
kein Enddatum gesetzt

Gesamte

Metadaten

Untersuchung der Süßwassermolluskenfauna in Oberbillwerder / Zierliche Tellerschnecke

Behörde für Umwelt und Energie

06.08.2018

Das im Flächennutzungsplan (F-Plan) dargestellte Baugebiet in Oberbillwerder wird derzeit im Hinblick auf die Auswirkungen einer Bebauung faunistisch und floristisch untersucht. Um bei einer zukünftigen Bebauung die Zerstörung einer möglichen Population der Zierlichen Tellerschnecke (Anisus vorticulus) zu beachten, wird die Süsswassermollusken- Fauna des Gebietes untersucht. Im Rahmen der Amphibien-Kartierung im Frühjahr 2017 wurden die relevanten wasserführenden Gräben im Gebiet ermittelt. Danach wurden in erster Priorität die Gräben im F-Plan-Bebauungsgebiet und später die umliegenden Gräben untersucht (Abb. 1 auf Seite 4). Die Zierliche Tellerschnecke ist in erster Linie eine mittel- und osteuropäische Art und kommt in Deutschland nur zerstreut vor. Sie wurde in Hamburg erst in den 1990er Jahren an zwei Fundorten entdeckt und galt als absolute Seltenheit (DEMBINSKI et al. 1997). Insbesondere wegen ihrer Kleinheit und oft sehr niedrigen Abundanzen wurde die Art sicher oft übersehen. Inzwischen ist durch intensive, recht flächendeckende Nachsuchen durch GLÖER & DIERCKING (2010) die Verbreitung in Hamburg und vor allem im Hauptvorkommensgebiet, den Vier- und Marschlanden, recht gut bekannt. GLÖER & DIERCKING (2010) geben aktuell 67 Fundorte für Hamburg an. Auch in anderen Bundesländern konnten in den letzten Jahren durch gezielte Suche viele Nachweise der Art erbracht werden (z.B. Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg). Nichtsdestotrotz weist die Kenntnis der Verbreitung im Detail sicher noch Lücken auf. Auch die Habitatpräferenzen und Ökologie der Art sind noch nicht in allen Details bekannt. Die nächstgelegenen derzeit bekannten Vorkommen der Zierlichen Tellerschnecke zum Untersuchungsgebiet liegen im Bereich der NSG „Boberger Niederung“ (Bille) und „Allermöher Wiesen“ (HARTMANN 2017). Hamburg obliegt aufgrund der im Vergleich mit anderen Bundesländern zahlreichen Fundorte und Individuenreichen Vorkommen eine besondere Sorgfaltspflicht für diese Art des Anhang II der FFH-Richtlinie.

Ressourcen

Lizenz:

Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0

Anzahl der Ressourcen:

1

Namensnennung:

Namensnennung: Freie und Hansestadt Hamburg

Schlagwörter:

2017, Oberbillwerder, Süßwassermollusken, zierliche Tellerschnecke
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